Der Weg von der Milch zur festen Nahrung

Beikosteinführung


Stillen und Pre-Milch

DIE ERSTEN LEBENSMONATE 

 

Von Geburt bis zum 4. Monat (einschließlich!) erhält ein Säugling nur Milchmahlzeiten. Dies sollte vorzugsweise in Form von Muttermilch geschehen, kann aber auch durch Pre-Nahrung erfolgen.

 

VORTEILE DES STILLENS

 

Ein Vorteil der reinen Muttermilch ist, dass Kinder, die in den ersten Monaten gestillt werden,  deutlich weniger anfällig für Infekte sind. Darüber hinaus entwickeln sie seltener Allergien wie Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma oder Nahrungsmittelunverträglichkeit.  


ACHTUNG:     Keine Unpasteurisierte Milch! 

                         Unter keinen Umständen solltest Du Deinem Kind unabgekochte RohmilchVorzugsmilch oder Biomilch verabreichen.

                         Diese birgt eine Infektionsgefahr durch Fäkalkeime der Milchkühe, was zu verheerenden Folgeerkrankungen führen kann.

HA-NAHRUNG

 

Für Kinder aus Familien mit Allergiker Hintergrund stellt das Stillen ebenfalls die beste Nahrungsaufnahme dar.

Sollte dies nicht möglich sein, kann eine hypoallergene Nahrung, kurz HA-Nahrung, verabreicht werden. 


B(r)eikost vom 5. - 12. Lebensmonat

DAS ESSEN LERNEN

 

Während das Saugen an der mütterlichen Brust oder einer angebotenen Milchflasche einem Ur-Reflex zugrunde liegt, muss das Essen mit dem Löffel erst gelernt werden. Dies erfordert die ungeteilte Aufmerksamkeit Deines Babys, weshalb es in ruhiger Atmosphäre geübt werden sollte, wenn Dein Kind vollkommen wach ist.

 

DER ERSTE BREI

 

Die Umstellung von einer Milchmahlzeit auf eine Breimahlzeit erfolgt löffelweise. Dabei erhält Dein Kind anfangs nur wenige Löffel Brei und anschließend eine reguläre Milchportion. Dieses Verhältnis wird nach und nach umgekehrt, so dass am Ende nur noch Brei verabreicht und die Milch gänzlich weggelassen wird.


ACHTUNG:     Weniger ist mehr! 

                         Um mögliche Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu verhindern, sollte die Nahrung nicht zu vielfältig sein. 

                         So ist es nicht ratsam Deinem Baby einen Stracciatella-Milchbrei oder einen Schokoladen-Brei zu verabreichen.


Beikost Planung

VON DER MILCH ZUM BREI

 

Der Wechsel von fünf Milchmahlzeiten (morgens-vormittags-mittags-nachmittags-abends) erfolgt in Intervallen, wobei die Zusammenstellung der verschiedenen Breie auf die Entwicklung Deines Kindes abgestimmt ist. Begonnen wird mit dem Gemüse-Fleisch-Brei zur Mittagszeit, gefolgt von Milch-Getreide-Brei der als Snack am Nachmittag dient und einem Getreide-Obst-Brei zum Abendbrot. 

 

1. Gemüse-Fleisch-Brei   (ab dem 5. Lebensmonat)

2. Milch-Getreide-Brei     (ab dem 6.-8. Lebensmonat)

3. Getreide-Obst-Brei      (ab dem 7.-9. Lebensmonat)


EINS NACH DEM ANDEREN

 

Bei jeder dieser Breie ist es empfehlenswert Dein Kind nach und nach an die einzelnen Bestandteile heranzuführen, damit es die Möglichkeit erhält seinen Geschmackssinn entsprechend auszubilden. So wird beim Gemüse-Fleisch-Brei zunächst mit Karotten begonnen, ehe Kartoffeln und schließlich Fleisch hinzugegeben werden. 


Essen am Familientisch ab einem Jahr

MIT DEN GROSSEN SPEISEN

 

Im Alter von einem Jahr kann Dein Kind erstmals am Familientisch mitessen. Wichtig ist hier darauf zu achten, dass die Kleinkindkost mundgerecht zugeschnitten und ungewürzt ist. 

 

PROST!

 

Mit Beginn der Beikost solltest Du Deinem Kind regelmäßig etwas zu Trinken anbieten. Hierfür eignen sich besonders Tees, die nicht zu säurehaltig sind, wie beispielsweise Fenchel oder Kamille. Diese werden regulär mit abgekochtem Leitungswasser aufgegossen (sofern dies die örtliche Wasserqualität zulässt) und nicht zu lange ziehen gelassen um einen bitteren Geschmack zu vermeiden. 


ACHTUNG:     Gefährliche Versuchung!!!
                         Auf die Gabe von süßen Säften oder das Nachsüßen mit Honig sollte im ersten Jahr gänzlich verzichtet werden.
                         Dies würde nicht nur Zahnkaries begünstigen, sondern kann auch zu einer Infektion durch verkeimten Naturhonig führen. 

 

Tipp:              Wasserqualität
                       Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob das Leitungswasser in Deinem Wohngebiet als Trinkwasser für Babys geeignet ist,
                       kannst Du bei Deiner Stadt oder Gemeinde nachfragen. Hier kann man Dir die lokalen Werte nennen. 


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