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papas_bloggen


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Papablogger Danny Helmke (37) hat mit seiner Herzdame drei Kinder:

eine Tochter (*2012) und zwei Söhne (*2014, *2017).

Auf seinem Blog schreibt er mit einigen befreundeten Vätern über das Leben mit Kindern. 

 

 Blog:   papas-bloggen.de

Instagram:   @papas_bloggen



Plötzlich Vater! Wie war das nochmal?

Wie es ist "Vater" zu werden (17.09.2017)

 

Wir haben jetzt drei Kinder und trotzdem scheue ich mich etwas davor zu erzählen, wie es ist Papa zu werden. Warum? Weil es jedes Mal so viele Menschen gab, die mir erzählen wollten, wie es sei schwanger zu sein, wie die Geburt sein würde und was sich nicht alles ändere, sobald das Kind da ist. Aber nochmal zum Anfang...

 

Wie alles begann

 

Wie war mein Leben vor unserem ersten Kind? Wild und frei natürlich. Ich hatte flexibel Zeit zum Sport, wir gingen abends aus, manchmal versackte man auch spontan, wir unternahmen dies, das und jenes und vor allem: Ich war ausgeschlafen! Aber irgendwie war es an der Zeit für neue Herausforderungen, das fühlten wir beide ganz deutlich.

 

Wir sind schwanger!

 

Sehr gut erinnere ich mich an den Moment, als wir wussten schwanger zu sein. Es war ein so überwältigendes Gefühl, doch unmittelbar darauf folgte die Unsicherheit. Diese war mal mehr, mal weniger ausgeprägt und verschwand erst als unsere Tochter geboren wurde (vielleicht kam sie da aber auch erst so richtig auf?). Und noch etwas war von da an klar: die Ordnung in unserem Leben war vorüber.

 

In der Tatsache, dass wir schwanger waren, waren sich der erste und der zweite Teststreifen jedenfalls einig. Kurz darauf hatten wir einen Termin beim Frauenarzt, der uns versicherte, dass es auch wirklich so war und uns zum Beweis ein Ultraschallbild mitgab. 

 

Als wir anschließend in einem Café saßen und das Bild ansahen, standen wir ziemlich neben uns. Im Hintergrund lief "The A Team" von Ed Sheeran (man muss seine Musik nicht mögen, aber seitdem habe ich zu diesem Lied einen besonderen Bezug) und tranken Latte Macchiato (vorsorglich koffeinfrei versteht sich). Die Liste unserer Fragen wurde länger und länger: Name? Neues Auto? Wie sage ichs wem? Sind wir bereit? Was brauchen wir alles? Sind wir wirklich bereit? Was, wenn nicht?

 

Geteilte Freude!?

 

Bald verbreiteten wir die frohe Kunde bei Eltern, Geschwister und unseren Freunden. Von da an prasselten unzählige Informationen auf uns ein, denn jeder wusste eine Geschichte zu erzählen, wie eine Schwangerschaft oder auch die Geburt sein würden (wobei die Horrorstorys deutlich in der Überzahl waren).

 

Meine Frau begegnete diesen "Tipps", indem sie sich viel anlaß und somit deutlich mehr wusste als ich. Während ich trotz App, die Woche für Woche die Größe unseres Babys in Relation mit einer Gemüsesorte setzte, und trotz der gemeinsamen Ultraschalltermine beim Arzt unsicher war.

 

Zwar ist man als werdender Vater überall dabei (beim Vorbereitungskurs, beim Kauf des Kinderwagens, der Babyschale oder der winzig kleinen Strampler), nur fühlt man sich weder schwanger noch als Papa, aber sollte ich das nicht?

 

Hallo Papa!

 

Ich war mir also nicht sicher, wie ich die Vaterrolle  ausfüllen sollte unternahm alles mögliche. Doch das Gefühl "Papa zu sein", wie ich es mir vorstellte, stellte sich nicht ein, was mich beunruhigte. 

 

Schließlich kam der lang ersehnte Tag, an dem unsere Tochter geboren wurde, und veränderte alles. Denn dieser winzig kleine Mensch erfüllte mich mit diesem besonderen, lange vermissten Gefühl. Und das ist es, was ich jedem werdenden Vater mit auf den Weg geben möchte: "Ein Kind erfüllt Dich mit Gefühlen, die Du in ihrer Heftigkeit noch nicht gekannt hast, und sie kommen spätestens, wenn Du es im Arm hältst."

 

Fazit

 

Heute haben wir drei Kinder und jede Schwangerschaft, jede Geburt und jedes Kind sind und waren recht unterschiedlich. Was aber gleich bleibt, ist die Intensität des Gefühls, das mich mit jedem dieser Kinder verbindet.

 

Ich kenne mittlerweile unglaublich viele Geschichten, die mir Leute über Schwangerschaften und Geburten erzählten: lustige, traurige, schreckliche und auch sehr schöne. Eins habe ich dabei aber gelernt: 100 Schwangerschaften entsprechen 100 Geschichten, wobei jede für sich ebenso einzigartig ist wie die Geburt und die Babys. Doch all diese Geschichten sind nicht Deine! 

 

Aus diesem Grund sollten sich werdende Papas nicht verunsichern lassen. Stattdessesn ist es viel wichtiger in sich hinein zu hören und seinem Instinkt zu folgen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit wird am Ende alles gut. 

"Ein Kind erfüllt

Dich mit Gefühlen,

die Du in ihrer Heftigkeit

noch nicht gekannt hast,

und sie kommen spätestens,

wenn Du es im Arm hältst."





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