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Papa's' Blog daddyvaria


daddyvaria

Der Papablogger aus dem Alpenland erfreut sich seit August 2016 an einem Sohn. 

Bei ihm stehen bayerische Familien-traditionen auf der Tagesordnung und sein 
Instagram Account gleicht einem modernen Kunstprojekt.

 

Instagram:   @daddyvaria




03   The Day After

Was ändert sich mit der geburt? (16.01.2018)

 

Erster Abschied

 

Nachdem ich das Krankenhaus gegen 2:30 Uhr verlies und mich auf den Heimweg machte, schossen mir allerlei Gedanken durch den Kopf, fast so, wie auf dem Weg zum Krankenhaus. Ich dachte noch: Müsste sich das Gefühlschaos jetzt nicht allmählich legen??? Aber irgendwie wurde es nicht weniger, im Gegenteil...

 

Stattdessen kamen auf dem Heimweg immer neue Gedanken hinzu und es wurde schwierig cool zu bleiben. - Bau jetzt nur keinen Unfall! - Es musste Ablenkung her, doch ausgerechnet dann, wenn man es mal brauchte, gab das Radio nichts passendes her. - Wieso auch? - So rief ich frecherweise, - Freisprechanlage macht's ja möglich - , nachts um halb drei bei meinen Eltern an, um mit diesen den Abend zu rekapitulieren. Das Reden half mir, meine Gefühle zu sortieren und etwas entspannter nach Hause zu fahren, weshalb ich es auch jedem Neupapa empfehlen würde.

 

Papa allein Zuhaus

 

Daheim angekommen lies ich mich ins Bett fallen, aber an Schlaf war auch hier nicht sofort zu denken. Wieder drehte sich in meinem Kopf alles um meine kleine Familie. Es waren schöne Gedanken, aber sie hielten mich noch eine Weile wach, eh ich irgendwann selig einschlief.

 

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, bemerkte ich, dass ich alleine im Bett lag. Nun ja, nicht ganz allein, denn da waren sie wieder, die Gedanken der Nacht, mit all den schönen Erinnerungen an den Vorabend. Und wie fühlt man sich am ersten Morgen danach, wenn Mann als Familienvater aufwacht? - Erstmal was essen. - Doch dann sitzt man da, allein, beim Frühstücken und fragt sich, was genau in diesem Moment die beiden Liebsten tun. - Sollte ich Nachfragen und riskieren sie zu wecken? Oder sie lieber schlafen lassen und später überraschen? In Gedanken war ich immer im Krankenhaus, entschied mich aber für letzteres.

 

Ein Umdenken beginnt

 

Für mich war es einfach undenkbar die Entfernung den ganzen Tag lang zu ertragen, da gerade jetzt die Nähe doch so unglaublich wichtig war. Ich nahm also die erste Papadusche - ganz ohne Weißbier - und packte meine Sachen für die Arbeit zusammen, ehe ich mich auf den Weg zu meiner Familie machte. Kaum im Auto, nahmen mich die frischen Papagefühle wieder voll ein und ich fuhr richtig euphorisch über die selben Landstraßen, die ich tags zuvor im Eiltempo hinter mir gelassen hatte.

 

Etwas war jedoch anders, denn während die Euphorie  der letzten Nacht mich hektisch, wenn nicht sogar unüberlegt fahren ließ, war ich plötzlich die Ruhe in Person. - Woher kam das? - Im Nachhinein betrachtet denke ich, dass dies der erste Schritt im "Ich-Bin-Papa-Realisierungsprozess" war, in dem man merkt, dass Mann nicht mehr nur für sich und seine Partnerin verantwortlich ist, sondern auch für ein kleines Lebewesen, auf das man sein Leben lang acht geben will.




02   Die Geburt, das Beste was mir je passierte

Mit eiltempo ins Vaterglück (16.01.2018)

 

Auf papas-bloggen.de berichtet Daddyvaria, wie er direkt von der Arbeit in den Kreißsaal raste
und was ihm durch den Kopf ging, als er dort mitten ins Geschehen geworfen wurde... 




01   Vatergefühle! Wo kamen die denn her?

WANN FÜHLT "MANN" SICH EIGENTLICH ALS "VATER"? (10.09.2017)

 

Abschied vom Junggesellen Dasein

 

Mein Leben als Junggeselle war recht einfach: Bei der Familie daheim gewohnt, Ausbildung erfolgreich beendet, im Betrieb übernommen… alles wie bei anderen Jungs Mitte 20. Bin dann am Wochenende Argentinischen Tango tanzen gegangen, wo ich meine bezaubernde Freundin ("Schatz ich liebe dich", muss an der Stelle auch mal gesagt werden) kennengelernt habe. 

 

Erste Anzeichen & Frohe Botschaft

 

Der Rest kam ebenso unerwartet, wie die meisten schönen Sachen im Leben eben kommen: "Ich bin schwanger". Wobei, was heißt hier unerwartet??? Als Außenstehender habe ich schon mitbekommen, dass es meiner Freundin nicht gut ging. Dauernde Übelkeit und Schwindel… da fragt man(n) sich dann doch mal was alles sein könnte. An eine Schwangerschaft habe ich allerdings nicht gleich gedacht. 

 

So war ich an dem Tag als die "klassischen Worte" kamen auch erstmal sehr überrascht und wusste im ersten Moment nicht mehr weiter. Doch "The Show must go on" und so… Bis zur Realisierung der Tatsache, dass ich Vater werde, hat es aber noch eine ganze Weile gedauert. Wie lange genau, weiß ich nicht mehr, es war jedenfalls ein ganz schönes Stück bis es wirklich im Kopf ankam. 

 

Beim Frauenarzt

 

Jedenfalls habe ich versucht, bei allen wichtigen Terminen dabei zu sein, soweit es der Schichtdienst zuließ. (Das möchte ich an dieser Stelle übrigens allen werdenden Vätern empfehlen, auch wenn ich weiß, dass sich das nicht immer so leicht mit den Arbeitszeiten vereinbaren lässt.)  

 

Vor meinem ersten Frauenarztbesuch war ich zugegebenermaßen etwas nervös und mir schossen allerlei Gedanken durch den Kopf, bis wir endlich im Besprechungszimmer waren. Die Aufregung stieg mit jeder Sekunde, bis… ja bis das Ultraschallbild zu sehen war. Dann machte sich Faszination im ganzen Körper breit.

 

Und da war es also, das Wunder des Lebens, und der Punkt, an dem ich zum ersten Mal bewusst realisierte, dass mir bald das Vaterglück zu teil werden sollte. Das beste Gefühl, das man(n) haben kann!




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